Die Geschichte des Spiegels

Der Wunsch, sich selbst zu spiegeln, begleitet den Menschen seit jeher – um sich selbst zu erkennen, sich in Beziehung zur Welt zu setzen und zu erfahren, wie andere ihn sehen.

Wasser war der erste und einfachste Spiegel – der Ursprung einer langen, faszinierenden Entwicklung. Schon bevor Glas erfunden wurde, fertigten Menschen Spiegel aus Metall: Scheiben aus Kupfer oder Bronze wurden so lange poliert, bis sie ein Spiegelbild erzeugten.

Diese Technik nutzten bereits die Römer und Ägypter. Nach der Erfindung des Glasblasens im 14. Jahrhundert entstanden erste Spiegel aus Glaskugeln. Während das Glas noch glühte, wurde eine Mischung aus Blei, Antimon und Zinn hineingeblasen.

Nach dem Abkühlen wurde die Kugel zerschnitten – daraus entstanden kleine, gebogene Spiegel. Die Verwendung flüssiger Metalle entwickelte sich im Spätmittelalter weiter zum sogenannten Quecksilberspiegel. Doch das war noch lange nicht das Ende dieser spannenden Geschichte.

Moderner runder Badspiegel mit schwarzem Rahmen – Stilvolles Design für Badezimmer & Gäste-WC, perfekt für elegante Raumgestaltung

Spiegelherstellung heute

Die Herstellung moderner Spiegel, wie wir sie heute kennen, wurde im 17. Jahrhundert durch das Guss- und Walzverfahren für Flachglas in Frankreich möglich. Heute kommt vor allem das sogenannte Floatverfahren zum Einsatz. Dabei wird das Flachglas zunächst mit Ceriumoxid, Kreide und Wasser gründlich gereinigt. Nach dem Trocknen erfolgt die Verspiegelung mit Silbernitrat. Um die empfindliche Silberschicht dauerhaft zu schützen, wird sie anschließend mit Kupfersulfat überzogen. Ist diese Schicht getrocknet und gehärtet, folgen eine Grundlackierung und eine zweite Lackschicht – ebenfalls mit Reinigung und Härtung.

So entsteht hochwertiges Spiegelglas, wie es zum Beispiel für unsere Schmink- und Rasierspiegel oder unsere beliebten beleuchteten Badspiegel verwendet wird.