Unser Glossar

Sie wollten schon immer mal wissen, was genau eigentlich Walk-Frottier oder Corian® ist und welche Materialien sich am besten für Ihr Badezimmer eignen? Dann sollten Sie sich hier umschauen. Bei uns finden Sie viele Informationen zur Produktherstellung und Erläuterungen zu den einzelnen Materialien.

 

A

Aluminium

Aluminium ist ein – im Vergleich zu anderen – noch sehr junges Metall, welches ein silbergraues Aussehen hat. Es ist relativ weich und leicht, aber zäh. Es lässt sich leicht dehnen und formen. Aluminium kommt immer dann gern zum Einsatz, wenn es darum geht, Gewicht zu verringern, z.B. im Fahrzeugbau oder in der Raum- und Luftfahrtindustrie. Es lässt sich löten, nieten und kleben, schwieriger ist dagegen das Verschweißen. Im Sanitärbereich wird es oft bei Profilen oder Scharnieren für Duschabtrennungen eingesetzt. Aber auch Spiegelschränke oder Badmöbel werden mit Aluminiumleisten verziert. Die Oberflächen werden gern eloxiert – also veredelt – um einen schönen, pflegeleichten Glanz zu erhalten.

 

C

Corian

Corian® ist ein acrylgebundener Mineralwerkstoff und Markenprodukt des Unternehmens DuPont. Es ist ein massives Oberflächenmaterial, welches sehr langlebig und leicht zu reinigen ist. Es ist in über 100 Farben erhältlich. Corian® kann man formen, schneiden und fräsen oder für Einlegearbeiten nutzen. Das hochwertige Material lässt sich in Küche und Bad einsetzen und harmoniert zudem mit Holz, Granit, Glas, Edelstahl oder Keramikfliesen. Corian ist porenlos und sehr hitzebeständig.

 

Chrom

Chrom erhielt seinen Namen nach dem griechischen „Chroma“ (Farbe), weil seine Verbindungen viele verschiedene Farben aufweisen können. Chrom ist ein chemisches Element (Cr). Es ist ein korrosions- und anlaufbeständiges Metall, das in seinem Ursprungszustand zäh, allerdings auch form- und schmiedbar ist. In Bad oder Küche kommen vielfach Armaturen mit verchromten Oberflächen zum Einsatz. Als Träger für die Verchromung kommen beispielsweise Kunststoff oder Messing in Frage.

 

E

Edelstahl

Edelstahl ist ein Stahl von besonderem Reinheitsgrad. Er enthält meist einen hohen Chromanteil, was ihm eine schützende Oberfläche verleiht. Der in Küchen und Bädern verwendete Edelstahl rostet nicht, ist sehr langlebig und auch gegen Säuren beständig. Edelstahl verleiht Armaturen und Oberflächen ein edles Aussehen, ist allerdings kratzempfindlich.

 

Eloxiert

Eine eloxierte Oberfläche kommt in Verbindung mit Aluminium zum Einsatz. Dabei erhält das Aluminium einen dünnen Schutzfilm, der die tieferen Schichten vor Korrosion schützt. Beim Eloxieren können auch Farbstoffe eingesetzt werden, so dass die Aluminiumkörper beispielsweise über rote oder blaue Oberflächen verfügen.

 

G

G.O.T.S.: Der Global Organic Textile Standard 

Der Global Organic Textile Standard (GOTS) wurde von international führenden Standardorganisationen entwickelt. So wurden weltweit anerkannte Richtlinien geschaffen, die eine nachhaltige Herstellung von Textilien gewährleisten. Angefangen von der Gewinnung der biologisch erzeugten Rohstoffe über eine umwelt- und sozialverantwortliche Fertigung bis hin zur transparenten Kennzeichnung, um dem Verbraucher eine glaubwürdige Qualitätssicherheit zu bieten. Seit seiner Einführung 2006 hat er bereits seine praktische Anwendbarkeit demonstriert. Getragen durch den steigenden Verbrauch von Biofasern und die nachdrückliche Forderung nach einheitlichen Verarbeitungskriterien für diese Fasern seitens Industrie und Handel hat der GOTS schnell eine weltweite Bekanntheit erlangt. Der Standard ermöglicht es der verarbeitenden Industrie, ihre Textilien aus Biofasern auf Basis einer Zertifizierung anzubieten, die in allen wichtigen Handelsmärkten anerkannt ist. Seit der Einführung des GOTS-Logos und -Lizensierungssystems findet sich der GOTS nicht nur in den Regalen der Naturtextilläden, sondern auch bei großen Händlern und Marken.

 

J

Jacquard-Webung

Die Jacquardmusterung ist eine Bindungstechnik, die eine wesentliche Erweiterung der Gestaltung von Web- und Maschenware ermöglicht. Joseph-Marie Jacquard, ein französischer Weber, erfand 1805 eine Vorrichtung, mit deren Hilfe man jeden Kettfaden an der Webmaschine steuern und somit Muster von mehrfacher Größe und Vielfalt weben konnte. Dadurch konnten erstmals endlose Muster von beliebiger Komplexität mechanisch hergestellt werden. Seine als Jacquard-Webstühle bekannt gewordenen Apparate waren die ersten, die Lochkarten zur Mustergenerierung verwendeten. Mit ihnen konnten fast beliebig komplizierte Musterungen ins Gewebe eingewoben werden.

 

Jersey

Jersey ist oft ein weicher, elastischer Stoff der gestrickt oder gewirkt, aus Garnen, wie Viskose oder Viskosemischungen, Wolle oder Wollmischgarnen, Baumwolle oder Seide ist.  Er wirkt ähnlich einem Gewebe mit leichter Rippenmusterung. Der Name stammt vermutlich von der größten und bekanntesten der Kanalinseln, der Insel Jersey. Jerseystoff wird hauptsächlich für Bekleidung wie T-Shirts und Unterwäsche oder für Bettwäsche verwendet. Nach Strickart werden folgende Arten von Jersey unterschieden: Single-Jersey, Double-Jersey, Interlock-Jersey, Jacquard-Jersey oder Cloqué-Jersey.

 

K

Kelvin

Kelvin – abgekürzt K - bezeichnet die Farbtemperatur und ist das Maß für den Farbeindruck eines Leuchtmittels. Die Angaben zu Kelvin auf der Verpackung von Lampen sind insbesondere seit den modernen Energiesparlampen wichtig. Viele empfinden das Licht der Sparlampen als „kalt“. Das liegt daran, dass herkömmliche Glühlampen ein Licht mit Farbtemperaturen zwischen 2300 und 3000 Kelvin abgeben. Dieses Licht enthält deutliche gelb-rote Anteile, die kontinuierlich im Lichtspektrum vorhanden sind. Energiesparlampen gibt es zwar auch in warmweißen Tönen, sie können das gelb-rote Lichtspektrum aber nicht kontinuierlich halten. Kaltweißes Licht bei Energiesparlampen liegt bei rund 4000 Kelvin. Dagegen erreicht Kerzenlicht nur rund 1500 Kelvin. Als Faustregel gilt: Je geringer die Kelvinzahl bei einer Lichtquelle, umso höher der gelb-rote Anteil.

 

kontrolliert biologischer Anbau (kbA)

Der kontrolliert biologische Anbau muss genau festgelegten Ansprüchen genügen, die in der Landwirtschaft eingehalten werden müssen. Ansonsten darf diese Bezeichnung in der Europäischen Union nicht geführt werden. Eine Landwirtschaft, in der kontrolliert biologischer Anbau praktiziert wird, will die Umwelt so wenig wie möglich belasten. Laut "Lebensmittellexikon" wird daher auf den Einsatz von chemischen Pflanzenschutzmitteln, mineralischen Düngern und Gentechnik verzichtet, die in der konventionellen Landwirtschaft gang und gäbe sind. Das bedeutet zum Beispiel, dass die Felder nur mit Jauche, Mulch und sogenanntem Gründünger fruchtbarer gemacht und zur Schädlingsbekämpfung Insekten eingesetzt werden. Kontrolliert biologischer Anbau will jedoch nicht nur die Umwelt schonen, sondern auch dafür sorgen, dass die Produkte mit möglichst wenig Schadstoffen belastet sind.

 

Ö

Öko-Tex Standard 100

Das Öko-Text Standard 100 ist ein unabhängiges Prüf- und Zertifizierungssystem für textile Roh-, Zwischen- und Endprodukte aller Verarbeitungsstufen. Die Schadstoffprüfungen umfassen: gesetzlich verbotene Substanzen, gesetzlich reglementierte Substanzen, bekanntermaßen gesundheitsbedenkliche (jedoch noch nicht gesetzlich geregelte Chemikalien) sowie Parameter zur Gesundheitsvorsorge. In ihrer Gesamtheit gehen die Anforderungen deutlich über bestehende nationale Gesetze hinaus.

 

P

Polyester

Polyester sind Polymere mit Esterfunktionen in ihrer Hauptkette. Zwar kommen auch in der Natur Polyester vor, doch heute versteht man unter Polyester eher eine große Familie synthetischer Polymere (Kunststoffe). Eine weitere Form ist das duroplastische ungesättigte Polyesterharz (UP), welches als preisgünstiges Matrixharz im Bereich Faserverbundkunststoffe verwendet wird. Außerdem lassen sich aromatische Polyester zu flüssigkristallinen Polymerketten anordnen, wodurch sich das Eigenschaftsprofil eines Hochleistungskunststoffes ergibt. Der erste synthetische Polyester Glycerinphthalat wurde im Ersten Weltkrieg als Imprägnierungsmittel verwendet; Alkydharze kamen als Glyptal bei General Electric in den 1920er-Jahren auf den Markt. Natürliche Polyester sind seit etwa 1830 bekannt. Als Textilfaser wurden sie in der Gruppe von Wallace Hume Carothers bei DuPont entwickelt, allerdings waren diese noch nicht hitzebeständig, was erst John Rex Whinfield Anfang der 1940er-Jahre in England gelang. Die erste solche Faser wurde bald nach dem Zweiten Weltkrieg als Terylene bei Imperial Chemical Industries produziert.

 

Pikee

Ein Pikee ist in der Regel aus Baumwolle mit abwechselnd erhöhten und vertieften Stellen. Es erscheint wie gesteppt und gehört zu den Doppelgeweben. Beim Weben werden zwei übereinanderliegende Ketten verwendet, von denen jede einen eigenen Einschuss erhält. Die Verbindung beider Ketten erfolgt dadurch, dass zeitweise einzelne Fäden der einen Kette in die andere verlegt und durch die Einschussfäden dieser Kette mit gebunden werden. Für das obere Gewebe, die rechte Seite oder den Grund verwendet man feineres Garn und doppelt so viele Fäden pro Zentimeter wie für das untere, das sogenannte Futter. Die Stellen oder Linien, in denen die beiden Gewebe miteinander verbunden sind, erscheinen zwischen den übrigen Teilen vertieft. Die Piqués sind entweder ganz weiß oder einfarbig und mit verschiedenen Mustern bedruckt, oder durch verschiedenfarbige Einschuss- und Kettenfäden gegittert, gestreift oder broschiert.

 

Plaids

Als Plaids ( Wolltuch / Decke) bezeichnet man relative dünne, oft gemusterte Wolldecken. Sie sind echte Klassiker. Mit einer gemütlichen Ausstrahlung und dem angenehmen Leichtgewicht sind sie unverzichtbar. Je nach Qualität lassen sie sich unterschiedlich einsetzen. Plaids machen auf dem Sofa oder der Terrasse immer eine gute Figur. Sie sind auch ideal als Reisebegleiter auf Autofahrten und für das Picknick im Grünen.

 

R

Raglanärmel 

Raglanärmle bezeichnet man eine besondere Schnittform von Ärmeln. Der Schnitt schließt die Schulterpartie ein und die Nähte verlaufen schräg in die Kragennaht bis zum Halsansatz. Benannt wurde diese Ärmelform nach Lord Raglan (1788–1855). Die Bezeichnung tauchte erstmals um 1862 in der englischen Literatur auf. Lord Raglan hatte in der Berühmten Schlacht von Waterloo einen Arm verloren. Bei diesem Feldzug trug er einen Mantel, bei dem die Ärmel nicht an den Schultern angesetzt, sondern schräg an der Kragennaht befestigt waren, was ihm mit nur einem Arm das Anziehen des Mantels vereinfachte.

 

Reaktivfärbung

beruht auf einer Entdeckung von 1954. Bestimmte Farbstoffe können mit einem Dichlortriazin-Rest unter alkalischen Färbebedingungen durch kovalente Bindungen an der Faser binden und damit sehr waschechte Einfärbungen liefern. Aufgrund der geringen Molekülgröße lassen sich mit dieser für Baumwolle, Wolle, Polyamid- und Viskosefasern geeigneten Färbung brillante und sehr waschfeste Farben mit hoher Sättigung erzielen.

 

Ringgarn

Die am weitesten verbreitete Garnherstellung ist das Ringspinnen. Eine wichtige Randbedingung für den Prozess ist, abhängig vom versponnenen Material, die im Produktionsraum herrschende Luftfeuchtigkeit. Ringgarne sind glatte und gleichmäßige Stapelfasergarne, die im Dreizylinderspinnverfahren hergestellt werden.

 

S

Sofa- und Sesselschoner

Sofa- und Sesselschoner sind ideal für Familien mit Kindern und Haustieren und eine praktische Alternative zur Sofadecke. Denn Sie wärmen nicht nur, sondern schonen zugleich den Möbelbezug. Die Maße sind in der Regel auf Sitzmöbel abgestimmt.

 

U

Unisex

Unisex nennt man einen modischen Stil, bei dem die Bekleidung, Frisur oder der Duft des Mannes und der Frau im gleichen Stil gehalten sind. Zum Beispiel, dass ein Unisex Bademantel von einer Frau oder von einem Mann getragen werden kann.

 

W

Walk-Frottier

Seine Fülle verdankt das Walk-Frottier seinen lockeren Schlingen aus weichen Garnen. Es ist daher besonders weich und flauschig. Ein weiterer Vorteil ist die hohe Saugfähigkeit.

 

Wirk-Frottier

Das Wirk-Frottier wird nicht gewebt, sondern gewirkt und vereint eine gute Saugfähigkeit, leichte Massagewirkung, Weichheit und eine Schlingenfestigkeit.

 

Z

Zwirn

Das Zwirnen ist eine Garnveredlung, bei der zwei oder mehrere Einzelfäden ( oder Zwirne) zusammengedreht werden. Materialien, bei denen Zwirne verwendet wurden, vereint eine gute Saugfähigkeit, eine leichte Massagewirkung, Schlingenfestigkeit und Weichheit. Die Reißfestigkeit ist höher als die bei nicht verzwirnten Einfach-Garnen.

 

Zwirn-Frottier

Das Zwirn-Frottier hat einen festen Griff. Aufgrund der gezwirnten Schlingenfäden hat das Frottier einen hohen Massageeffekt.